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10.09.2017, 19:09 Uhr | Klaus Kühlken, Bilder Eugen Klebs, Text Franz Volkmer
Sommerreise 2017 in den Naturpark Eifel und nach Trier und Aachen
Die Kreisvereinigung Osterholz  führte vom 27. August bis 1. September 2017 eine Reise in den Naturpark Eifel durch und besuchte dabei auch die Städte Trier und Aachen.Während der gesamten Zeit war die Reisegruppe in einem Vier-Sterne-Hotel im idyllischen Städtchen Monschau untergebracht.
Trier: Die Porta Nigra in Trier (römisches Stadttor aus dem 2. Jahrhundert)
Da dieser Ort im Krieg nicht bombardiert wurde, sieht er noch aus wie Städte vor 300 Jahren und dient heute häufig als Filmkulisse. In dieser Gegend sieht man auf Schritt und Tritt Betonhöcker, die aus der Erde ragen und einst den Westwall bildeten.Die Innenstadt von Trier ist auch heute noch geprägt von der Römerzeit. Die Ruinen aus dieser Zeit wie die Porta Nigra, das Amphitheater, die Kaiserthermen und der imposante Konstantin-Palast legen ein beeindruckendes Zeugnis von der Bedeutung Triers als Hauptstadt des weströmischen Reiches ab.



Bischofspalast in Trier



Mosel: Die älteste Brücke nördlich der Alpen, die Römerbrücke

In Aachen erlebt man hautnah europäische und deutsche Geschichte. Der Aachener Dom ist eines der berühmtesten Denkmäler abendländischer Baukunst. Er ist Krönungskirche von 30 deutschen Königen, Begräbnisstätte Karls des Großen, bedeutende Wallfahrtskirche und Kathedralkirche des Bistums Aachen. Anfang des 14. Jahrhunderts errichtete die Aachener Bürgerschaft auf den Grundmauern des verfallenen Palastbaus Karls des Großen das gotische Rathaus. Zwischen 936 – 1531 fanden an diesem Ort die Festmähler der Aachener Königskrönungen statt. Heute wird in diesem Festsaal jährlich der Karlspreis für herausragende Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Natürlich durfte in Aachen auch der Besuch einer Printenbäckerei mit ausgiebiger Verkostung nicht fehlen.




Blick auf den Dom der Kaiserstadt Aachen



Spaziergang in Bad Münstereifel

Eingebettet in der wunderschönen Landschaft der Nordeifel und einem atemberaubenden Blick in das Rurtal befindet sich die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang, eines der größten Bauwerke des Nationalsozialismus. Weitere Ordensburgen wurden errichtet in Krössinsee und Sonthofen mit der Zweckbestimmung, junge Männer zu Führungsfunktionären der NSDAP heranzuziehen. War die NS-Ordensburg einst eine Stätte gelebter Menschenverachtung, so versteht sich der heutige Internationale Platz (IP) Vogelsang als Ort der Wertschätzung, der Erinnerungskultur sowie als Forum für Gegenwarts- und Zukunftsfragen in einer sich rasant entwickelnden Welt.




Einen interessanten Abschluss bildete die Fahrt in die Vulkaneifel. Dieser Teil der Eifel ist Deutschlands jüngstes Vulkangebiet. Vor knapp 10.000 Jahren rauchten hier sogar noch die Krater. Heute zeugen 240 Vulkankegel und –stümpfe, rund 60 Maare, Lavaströme, Quellen, roter Sandstein und tropische Riffe von der bewegten Erdgeschichte dieses Landstrichs. Zur Vertiefung stand auch das 1996 in Daun eröffnete Eifel-Vulkan-Museum auf dem Programm. Dort wurde uns noch einmal die spannende Welt der Eifelvulkane und der Vulkane weltweit anhand von Bildern, Tafeln, Modellen und von Originalgesteinen und –mineralien gezeigt und erklärt. Auf der Fahrt zurück nach Monschau kamen wir auch an der legendären Rennstrecke am Nürburgring vorbei. Beeindruckend waren die pompösen Bauwerke, die dort in den letzten Jahren errichtet wurden und heute als Investitionsruinen ein tristes Dasein führen. Einen kurzen Abstecher machten wir auch an die Ahr, wo der Anblick der Weinberge am Rotwein-Wanderweg in Altenahr, Rech und Mayschoß den Weinkennern das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ.

 





Teile des Westwalls



Ordensburg Vogelsang



Mit vielen Eindrucken von dieser schönen Sommertour wurde die Heimreise angetreten.