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Neuigkeiten
22.07.2017, 11:28 Uhr | Bilder Eugen Klebs, Text Dörte Brnsdorf
Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind wichtig!
Bernhard Konitz, Direktor des Amtsgerichtes Osterholz-Scharmbeck a.D. informierte  zu diesen Themen am 18. Juli   im Hotel "Zur Alten Börse" in Osterholz-Scharmbeck. Auch bei dieser Veranstaltung der Senioren Union, Stadtvereinigung Osterholz-Scharmbeck, waren  die angebotenen Themen genau das, was unsere Mitglieder und unseren Freundeskreis interessiert!

Die Vorsorgevollmacht ist dann wichtig, wenn ich nicht über mich entscheiden kann, durch Unfall, Krankheit, Operationen oder einen erforderlichen Aufenthalt im Pflegeheim. Habe ich keiner Person meines Vertrauens aus Familie oder Freundeskreis eine Patientenvollmacht mit genauen und präzise aufgeführten Vollmachten erteilt, muss in bestimmten Fällen vom Amtsgericht eine neutrale Person beauftragt werden. Neu war einigen Teilnehmern auch, dass engste Familienangehörige, Ehepartner und Kinder, nicht ohne Vollmacht entscheiden können.

Diese Vollmacht kann schriftlich erstellt werden und bedarf keiner besonderen Form, sollte aber bei Bedarf aufzufinden sein und möglichst beim Arzt oder bei Familienangehörigen hinterlegt werden. Die Vollmacht kann jederzeit widerrufen oder abgeändert werden.

Zu diesem Thema wurde eine Broschüre vom Niedersächsischen Justizministerium verteilt, hier kann das Gehörte in Ruhe nachgelesen werden und dann die erforderliche Entscheidung für sich persönlich getroffen werden. 



Vorsitzender Heinz-Bolko Schottke begrüßte wieder viele intessierte Mitglieder zu dieser  Veranstaltung.
 

Die Patientenverfügung legt meine Wünsche und Vorstellungen für den Fall, dass ich einwilligungsunfähig bin, fest. Hier besonders in Bezug auf medizinische Behandlungen, lebenserhaltende Anwendungen und auf meine persönlichen Wertevorstellungen. Auch die Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen oder abgeändert werden. Dieses auch in Bezug auf  neue medizinische Erkenntnisse. Zu diesem Thema wurde eine Broschüre des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz verteilt. Auch hier kann das Gehörte nachgelesen werden, wobei einem die Komplexität dann richtig bewusst wird.

Vom Referenten Bernhard Konitz wurde empfohlen, seine Wünsche in Bezug auf Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung bei einem Notar zu machen. Es ist dann gewährleistet, dass sie rechtlich nicht anfechtbar sind. 
 

Das anschließende Labskausessen fand auch unsere Zustimmung.

Text: Dörte Bernsdorf, Bilder: Eugen Klebs