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03.03.2019, 12:38 Uhr | Klaus Kühlken, Text Dörte Bernsdorf, Bilder Lutz Bernsdorf
„Straftaten an Tür und Telefon“
Zu diesem Thema hat die Senioren-Union Stadtvereinigung Osterholz-Scharmbeck eingeladen.  Am Freitag, dem 1. März 2019, trafen sich dann 33 interessierte Seniorinnen und Senioren  im Hotel „Zur alten Börse“, um den aktuellen und sehr lebendig vorgetragenen Ausführungen von Hauptkommissar Joachim Kopitz zu folgen.
Hauptkommisar Joachim Kopitz und Vorsitzender Heinz-Bolko Schottke

Da Herr Kopitz Beispiele aus dem wirklichen Leben darstellte, haben wir uns jeder in verschiedenen Situationen wiederfinden können.

Zu Beginn ist er kurz auf die Cyber-Kriminalität eingegangen. Bei dieser „Sparte“ stellte er fest, dass ältere Menschen hier zu gutgläubig sind und zu schnell sensible Daten eingeben.

Ein sehr großer Bereich sind die Gefahren an der Haustür. Der Einfallsreichtum der Betrüger kennt hier keine Grenzen die Möglichkeiten zu finden, um in die Wohnung zu gelangen. Hier machte Herr Kopitz eindringlich deutlich, dass sie keinen Menschen in die Wohnung lassen müssen (..Notlage Toilette, Glas Wasser, war so nett und freundlich...., Polizei, Stadtwerke, Handwerker ..).   Sehr wichtig ist ein vom Fachmann angebauter Türspaltriegel. Dieser ermöglicht es, mit der Person vor der Tür zu sprechen, sich den Ausweis zeigen zu lassen und möglichst mit der Polizei zu telefonieren. Aufkleber mit den nötigen Telefonnummern konnten mitgenommen werden. Wichtig ist es auch, nie eine Unterschrift „unter was auch immer“ an der Haustür zu geben!



Herr Kopitz berichtete von unterschiedlichsten Versuchen am Telefon sie dazu zu bewegen, Geld, Wertsachen und persönliche Daten herauszugeben. Der Enkeltrick ist hier die bekannteste Methode. Es werden auch Gewinnversprechen zwecks Abfrage der Bankdaten genutzt. Hier ist auch zu beachten, dass Telefonnummern im Display manipuliert sind.

Ein weiteres sehr ergiebiges Betrugsfeld ist der Handtaschenraub und Trickdiebstahl im öffentlichen Raum. Leider wird  im Einkaufswagen sehr oft die Handtasche mit Geld, Bankkarte und Ausweispapiere  liegen gelassen. Sie werden durch eine Person abgelenkt und die andere Person bedient sich ungehindert.

Ein wichtiger Hinweis war auch noch, dass nie die Geldbörse aus der Handtasche oder Jacke gezogen werden soll um Geld zu wechseln oder eine kleine Spende zu geben. In den meisten Fällen ist anschließend Geld aus dem Portemonnaie oder sogar das komplette Stück verschwunden.

Der Vortrag von Herrn Kopietz war so interessant, und wir hatten das Gefühl, dass er noch stundenlang weitere Beispiele aus dem Leben berichten konnte.

Er hat uns noch eine informative Seite im Internet empfohlen:

     pfiffige-senioren.de  

Hier sind wichtige Hinweise und Empfehlungen zu finden. 

Die Informationen waren für uns Senioren sehr aufschlussreich. Wichtig ist, dass uns die Hinweise im richtigen Moment einfallen! 


 
Diesen Vormittag haben wir mit einem gemeinsamen Essen abgeschlossen. Bei  dem reichhaltigen Steckrüben-Eintopf und der anschließenden Rote-Grütze  haben wir uns gestärkt  und uns trotzdem noch angeregt über das Gehörte unterhalten. 

Ein lehrreicher Vormittag mit sehr gutem Essen!