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27.11.2019, 09:45 Uhr | Klaus Kühlken, Bilder Eugen Klebs, Text Franz Volkmer
Informationen über die Palliativ-Versorgung
Am 12. November 2019 im Hotel Tivoli in Osterholz-Scharmbeck  informierte die Leiterin des Vereins Palliativ Versorgung Osterholz, Frau Désirée Himmelmann-Hoeft, die Mitglieder der Senioren-Union Osterholz der CDU über die Möglichkeiten der Palliativ-Versorgung im Landkreis Osterholz.
In ihren Ausführungen stellte sie zuerst den Wunsch eines jeden Menschen in den Mittelpunkt, nämlich in Folge einer schweren Erkrankung in seiner vertrauten Umgebung bleiben zu können und dort unter würdigen Bedingungen betreut und begleitet zu werden.



Heinz-Bolko Schottke, stellv. Vorsitzender, Frau Désirée Himmelmann-Hoeft,
Manfred P. Kiehn, Vorsitzender (von links)

Aufgabe der palliativen Versorgung ist nicht die Heilung, sondern als unterstützende Maßnahme die Verbesserung der Lebensqualität durch die optimale Linderung von ausgeprägten Beschwerden sowie eine psychosoziale Begleitung. Der Verein Palliativ Versorgung ergänzt also die medizinische Versorgung durch den Hausarzt und des bereits vorhandenen Pflegedienstes durch den koordinierten Einsatz von speziell geschulten Pflegekräften und Palliativmedizinern bis zum Lebensende.




Seit 2007 hat der Gesetzgeber im Sozialbuch den Grundstein dafür gelegt, dass
gesetzlich Krankenversicherte einen Rechtsanspruch auf eine spezialisierte, ambulante Palliativ-Versorgung haben. Sie umfasst eine medizinische und pflegerische Betreuung, die sich an den Bedürfnissen und Symptomen der Schwerkranken und der Begleitung der Angehörigen orientiert. Voraussetzung für die kostenlose Inanspruchnahme einer palliativen Versorgung durch den Verein ist in der Regel eine Überweisung durch den Hausarzt. In Ausnahmefällen können auch Notärzte diese Überweisung ausstellen. Mit dieser Maßnahme wird die Erreichbarkeit einer Palliative Care-Pflegekraft und eines Palliativmediziners an 24 Stunden in 365 Tagen sichergestellt. Weitere Leistungen sind eine eingehende Beratung zur spezialisierten, ambulanten Palliativ-Versorgung, eine Hilfestellung und Linderung bei belastenden Symptomen wie z.B. Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und Angst. Darüber hinaus wird ein offener Gesprächskreis für Palliativ-begleitende Angehörige sowie eine Trauerbegleitung in Gruppen oder Einzelbegleitungen angeboten. Die an dem Vortrag anschließenden Fragen zeugten von einem großen Interesse an diesem Thema.